Säule III - Historische Rekonstruktion

Rudolf Sohm: Institutionen des Römischen Rechts (1888)

Das Werk von Rudolf Sohm dokumentiert die technische Erschaffung der künstlichen Welt, in der wir uns heute administrativ bewegen.

Der Begriff des Rechts (Objektive Ordnung)

Sohm zeigt auf, wie das „subjektive Recht“ zur bloßen Machtbefugnis einer Person wird – eine Befugnis, die vom Staat verliehen und somit auch administrativ entzogen werden kann.

Status-Recht & Capitis Deminutio

Detaillierte Analyse, wie durch den Verlust von Freiheit (Libertas) oder Bürgerrecht (Civitas) die Rechtspersönlichkeit vernichtet wird. Dies belegt die administrative Herabstufung des lebenden Wesens zur Person.

Die Fiktion der Juristischen Person

Sohm beleuchtet die „universitas“ (Körperschaft). Er erklärt, wie künstliche Gebilde als Träger von Rechten fungieren, während der Mensch dahinter rechtlich unsichtbar gemacht wird.

Sachenrecht & Handelsobjekte

Beleg dafür, warum eine Person im System wie eine Fracht behandelt wird: Alles, was nicht als souverän deklariert ist, unterliegt der Verwertung als Sache (Res).

Souveräne Substanz
Schon ein bekanntes gallisches Vorbild erkannte intuitiv, was Sohm auf über 600 Seiten wissenschaftlich zerlegt. Während das römische System ein Netz aus fiktionalen Strukturen webte, blieb für den freien Geist gegenüber dieser administrativen Arroganz nur ein Schluss: „Die spinnen, die Römer!“
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